Die LogiMAT 2026 in Stuttgart hat mit neuen Allzeitrekorden alle Erwartungen übertroffen und markiert einen Meilenstein für die Intralogistik-Branche. Unter dem wegweisenden Motto „PASSION FOR DETAILS – Discover the Difference” präsentierten 1 671 Aussteller aus 46 Ländern ihre Innovationen auf dem vollständig ausgebuchten Stuttgarter Messegelände. Mit 69 856 Fachbesuchern wurde in einem wirtschaftlich herausfordernden Umfeld ein deutliches Zeichen für die Resilienz und Investitionsbereitschaft der Branche gesetzt. Deutlich wurde auch, dass künstliche Intelligenz in der Logistik eine solide physische Datenbasis benötigt. Die intelligente Verknüpfung von Sensorik, RFID und Echtzeit-Ortungssystemen (RTLS) ermöglicht heute eine Datentransparenz, die noch vor Kurzem undenkbar war. Diese Technologien bilden das Rückgrat für den Digitalen Produktpass (DPP) und den digitalen Zwilling, die für eine nachhaltige Kreislaufwirtschaft unerlässlich sind. Ein weiterer richtungsweisender Trend war die Integration humanoider Robotik in reale Logistikumgebungen.
Im Tracking & Tracing Theater konnten Interessierte Auto-ID in der Praxis erleben. Dort wurde die nahtlose Integration von Identifikationslösungen in industrielle Prozesse live demonstriert. Ein weiteres Highlight war das gemeinsame Expertenforum des Verbands AIM-D e. V. und der Fachzeitschrift ident. In der LogiMAT Arena diskutierten Experten unter der Moderation von AIM-Geschäftsführer Peter Altes und Chefredakteur Thorsten Aha. Oliver Pütz-Gerbig (Leuze) erläuterte Wege zur maximalen Prozesstransparenz mittels 1D/2D-Codes. Rainer Traub (Balluff) beleuchtete die Möglichkeiten von HF/UHF-RFID in „Brownfield“-Umgebungen. Sylvo Jäger (Microsensys) demonstrierte den „Best Match“ aus NFC, UHF-RFID und Bluetooth für die Asset-Identifikation.
Obwohl die globale Wirtschaft derzeit durch Faktoren wie geopolitische Konflikte, den akuten Fachkräftemangel, steigende Energiepreise und komplexe regulatorische Anforderungen massiv unter Druck steht, blickt die Auto-ID Branche mit beeindruckender Resilienz und ausgewiesenem Optimismus nach vorne. Dies bestätigen auch die Ergebnisse des jüngsten AIM-Trendbarometers: Nahezu 75 Prozent der Mitgliedsunternehmen bewerten ihre aktuelle Geschäftslage als stabil oder befinden sich sogar im Aufschwung. Fast jedes zweite Unternehmen erwartet für das Gesamtjahr 2026 eine nochmals deutlich bessere Geschäftsentwicklung als im Vorjahr. Die LogiMAT 2026 hat gezeigt, dass es oft die technologischen Details sind, die in der modernen Logistik über die Effizienz entscheiden.
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