Self-Checkout-Systeme haben sich in Deutschland in den letzten zwei Jahren mehr als verdoppelt. In über 11.000 Geschäften hat die Kundschaft die Möglichkeit, den Scan- und Bezahlvorgang selbst in die Hand zu nehmen – oft sogar mit verschiedenen Optionen. „Das eigene Scannen der Artikel an der Kasse oder mobil am Regal sehen Händler als zusätzlichen Kundenservice, weil es Wartezeiten verkürzt oder lästiges Umpacken an der Kasse vermeidet. Insbesondere der Personalmangel hat die Verbreitung solcher Systeme beschleunigt“, erklärt Frank Horst, Leiter der EHI-Initiative Self-Checkout und Experte für Inventurdifferenzen beim EHI.
In 11.120 Geschäften kann die Kundschaft selbst kassieren. Die EHI-Markterhebung dokumentiert in 10.366 Geschäften stationäre Self-Checkout-Kassen und in 3.646 Geschäften Self-Scanning-Systeme. Letzteres entweder mit einem Handscanner, einem Scanner am Einkaufswagen oder einer App auf dem eigenen Smartphone. In rund 2.900 Geschäften kann die Kundschaft zwischen mindestens zwei Varianten des Self-Checkouts wählen. Der Lebensmittelhandel ist Vorreiter: 60 Prozent aller Geschäfte mit stationären Selbstbedienungskassen befinden sich nach wie vor im LEH. Mittlerweile gibt es im klassischen Lebensmitteleinzelhandel mehr als 6.240 Märkte mit durchschnittlich 3,98 SB-Kassen pro Markt, darunter knapp 2.300 Lebensmittel-Discounter.
EHI Retail Institute e. V.
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